Mahagoni - Rosen

 

Titel Mahagoni - Rosen
   
Autor

Andreas Manfred Gebhard

Besetzung 6 M / 9 F + Stat. 12 - 15 M + 2 - 5F
Spieldauer ca. 1 h 30 m
Fertigstellung 25. Mai 2015

Inhalt

(zeitlich korrekt)
Die Junge Journalistin und Autorin möchte eine Stelle in Übersee annehmen. Allerdings fehlt hier hierbei noch der nötige Durchbruch. Um Ihre Reputation zu verbessern sucht Sie den wohl bekanntesten Pianisten den es gibt auf. Dieser hat sich nach seiner Karriere in eine Nervenheilanstalt eingewiesen. Obwohl er am Anfang skeptisch dem Projekt gegenüber steht, findet er während des Stücks gefallen an dieser Lebensaufgabe. Neben grundmoralischen Diskussionen offenbart er Astrid sein Leben, mit wenigen Ausnahmen. Seine leiblichen Eltern wurden bei einem Carjacking ermordet. Nach einigen Wochen in einem Jugendheim wurde er von zwei Russischen Millionären adoptiert, die ihn nach Ihren Vorstellungen erziehen. Weniger in "linkspolitischer" Hinsicht sondern in den Punkten Disziplin und absolute Höchstleistung. Während seinem Studium kommen beide bei einem Hauseinbruch als Geiseln ums Leben. Nach seinem Studium nimmt er eine Stelle an dem wohl am wenigsten renommiertesten Orchester an, da er Mitleid mit den lernwilligen aber schlecht Ausgebildeten Mitgliedern des Orchesters hat. Diesen verhilft er durch seine Anstrengungen zu Ruhm und Ehre. Bei einem seiner Konzerte trifft er die Tochter eines Gesellschafters. Der Intendant verpflichten den Pianisten (der in diesem Orchester eher die Rolle eines Dirigenten eingenommen hat) einer Einladung zu einem Essen nachzukommen in der Hoffnung, dadurch Geld für das Orchester hinausschlagen zu können. Dennoch finden Christiana und der Pianist gefallen aneinander und verloben sich. Christiana, eine Freundin von romantischen Komponisten, bringt dem bis dahin begeisterten Barock- und Klassik-Interpreten Gefühle bei. Nach einem heftigen Beziehungsstreit stellt ihn seine Freundin die Wahl sich zwischen seiner Liebe (Ihr) oder seiner Berufung (Musik) zu entscheiden. Er wählt die Musik. Christiana ist durch diese Wahl so entsetzt, dass sie sich das Leben nimmt. Der Pianist merkt seinen Verlust erst nach seiner Tat und verteufelt den Moment die falsche Entscheidung gemacht zu haben. 

Astrid währenddessen erfährt ein gleichen Schicksal: Sie verliebt sich in einen der Krankenpfleger der Nervenheilanstalt und muss sich am Ende des Werkes zwischen Ihm oder Ihrer Stelle in Übersee entscheiden. Die Tatsache, dass eine andere Person vor der gleichen Wahl steht beeindruckt den Pianisten derartig, dass er noch am gleichen Tag seine Entlassung aus der Nervenheilanstalt beantragt. 


Kommentar des Autors

Mahagoni - Rosen ist wohl eines der Werke, die am kompliziertesten konstruiert sind. Die vielen Zeitsprünge und Binnenhandlungen machen es zu einem Stück, das von einmal sehen oder lesen nicht komplett verstanden werden kann. Obwohl ich ein Fan der "verständlicheren" Textformen bin, habe ich mich entschieden dies in diesem Werk zu negieren, um dem Zuschauer bzw. Leser die Komplexität, der in diesem Opus dargestellten Probleme, deutlich zu machen. Entsprechend meiner Vorstellung von tragischen Theaterwerken zeigt das Stück nicht nur die Problematik auf, sondern bietet auch mehrere Lösungsmöglichkeiten, die der Zuschauer selbst wählen kann. Ich finde, das dieses Werk insbesondere für Interessierte und gebildete Personen mit Zeit geeignet ist. Das Stück lässt sich erst nach langer Bearbeitung durch den Leser oder Zuschauer vollkommen durchblicken. Zudem schwankt sowohl die Charakterisierung als auch Handlung und Gedanken zwischen ernst, unterhaltsam und zutiefst skurril. Dies macht es aber, meiner Meinung nach, zu einem besonders lesenswertem Werk. 

Andreas Manfred Gebhard 2015